1. Mai auf Reisfeldern bei Ubud
Donnerstag, 1. Mai 2008; der Ort, an dem ich mein Tagebuch unter „01“ auf meinen Weblog in der Schweiz schalte, bestimmt also den Titel meines heutigen Tagebucheintrages.
Heute haben auch „01“, aber ein anderer Monat, nicht 1. April sondern der „Tag der Arbeit“ – ich stehe dazu, ein Arbeitersohn zu sein.
Mich stimmt es traurig, dass die Schweizer immer wieder nach dem „Pfarrersöhnli vo Laufe am Rheinfall“ rufen – doch wenn sie invalid werden, wird Christoph Blocher mit seiner „braunen“ CH-Ideologie nicht helfen; genausowenig, wie der Faschist Silvio Berlusconi in Italien an armen Leuten hilft…!
Habe NZZ online hier in Bali von den soziologischen Berichten bezüglich den Wahlen 2007 gelesen – die politische Landschaft der Schweiz sei heute polarisierter? Die Wähler der SVP seien „Verlierer“ der Globalisierung, mit schlechter Schulbildung… (also, wenn ich mit meiner schweren Körperbehinderung in der Schweiz wäre gefährlich!)…
• dabei ist ja Christoph Blocher mit seinen Emser-Werken ein „Gewinner“ der Globalisierung?
• Als Tieil der internationalen Bürgerrechtsbewegung behinderter Menschen „Independent Living Movement“ bin dank der Paraplegiker-Stiftung Basel eben auch ein „Gewinner“ der Globalisierung wie Ch.B. – womit ich zu meinem Tagebuch in Bali komme:
01
01.04.2008; zum Glück konnnte ich heute in Sanur als Muslim „alhamdulillah“ sagen, musste nicht sagen „asstafirllah, Al-hasim“, weil ich perfekt mit meinem Satellitelefon ein neuer Eintrag auf www.christoph-in-bali.ch schalten konnte – ohne Netzstrom…!
Stürmischer Wind (vermischt mit Nieselregen und schnell fliegenden Wolken) in Sanur, doch das Wetter in der Schweiz ist wahrscheinlich noch unerfreulicher – Email von Freundin Thea aus Zürich, welche ich in Sanur als Nebenerscheinung vom „Installieren im Weblog“ abgerufen habe:
„Schau also, dass du unter dem Schirm bleibst bei diesem Regen. Kannst dich aber trösten: bei uns wütet entweder der Föhn oder es pisst und schneit.
Das Wetter ist ein gutes Übungsfeld für Gelassenheit!“
“Sekolah Inklusi”
Mittwoch, 2. April 2008; heute ist in Bali kaiengkliwon (in Bali ein Tag der schwarzen Magie), meine Assistentin hat für mich im Netz eine Einladung von Senang Hati für „Kecak & Wheelchair Dance“ gefunden,
morgen April 3 in Ubud…
Freitag, 4. April 2008; vor zwei Tagen habe ich an Frau Ayu (im Rollstuhl) von Senang Hati gemailt: „I hope I can see you in this performance at Wantilan Ubud“ – „kaiengkliwon“ (in Bali ein Tag der schwarzen Magie), ist auch ein Tag der Behinderten…
Wirklich, bin ich heute begeistert von der hübschen Ayu, welche gestern in diesem balinesischen Lokaldrama vom Königreich Tampaksirin bei Gianyar, wo die Schickalsgemeinschaft von „Senang Hati“ (Glückliche Herzen) lebt, als Princess „Diah Larasati“ aufgetreten ist – zusammen mit ca. 25 weiteren Performers.
Dieses Drama war unterhaltsam wie seinerzeit der „Narrenplanet“ in Zürich-Örlikon – wo ich gegen Ende der 90-er Jahre aufgetreten bin; vom gestrigen Spektakel in Wantilan Ubud ist mir ein blinder Mann mit Brille und Tätowierung in besonderer Erinnerung…
Ibu Ayu ist hier in Bali auch eine fähige Vertreterin des „Independent Living Movements“ (eine internationale Bürgerrechtsbewegung behinderter Menschen), auf welche hoffentlich auch die politischen Kräfte von Bali hören.
Die Aufführung zugunsten von „Senang Hati“ ist eine IEC Initiative for “Sekolah Inklusi”, auch der neue Chef von Gianyar und der 1. Assistent gubernur Bali sind gekommen – hoffentlich haben diese etwas von einer Integration von Behinderten in der Regelschule verstanden – auch aus Kostengründen….! Natürlich können sie (wie bisher beten) und nichts für behinderte Balines/inn/en verändern:
• Für Sonderschulen hat Indonesien (anders wie die Schweiz) tatsächlich kein Geld – auch Bali nicht.
• Die politische Aussage der gestrigen Auführung… Behinderte kommen meistens von armen Familien, welche nicht das Geld haben für die in Indonesien steigenden Kosten der Schulgebühren, Behinderte brauchen auch ein Rollstuhl (den sie vom Staat her nicht bekommen) und rollstuhlgängige Anpassungen der Schule und brauchbares Schulmaterial….!
Frau Bundesrätin EWS
05.04.2008; mit Samstag beginnt das Wochenende, an welchem ich mich im Internet z.B. über „Schweizer Kindereien“ informiere – heute lese ich, dass die neugewählte Frau BR Eveline Widmer-Schlumpf von ihrer Partei (SVP) mit einem „Ultimatum erpresst“ wird – hoffentlich hält sie als Frau diesen moralischen Druck des „Zentralvorstandes“ aus, denn als „Bundesrätin“ vertritt sie die Mehrheit der Schweizer/innen…
Sonntag, 6. April 2008; lese in der NZZ online aus meinem „Heimatland“ (Schweiz?), dass der SVP-Zentralvorstand die Sektion Graubünden aus der SVP „ausschliessen“ will – weil diese Sektion „nicht“ die neugewählte Frau BR Eveline Widmer-Schlumpf von ihrer Partei (Sektion der SVP) ausschliessen will, also passt diese Sektion nicht mehr in diese Schweizerische Volkspartei…
In der NZZ-Online vom 3. April 08 lese ich von Dieter S. Speidel in Bali m.E. den zutreffenden Kommentar:
„Es gibt wichtigere Aufgaben zu lösen, als ständig über die SVP zu reden!“
„Dieser Hick-Hack der SVP wegen IHRER Bundesrätin nervt. Es ist gut, dass es eine Gegenkraft zu Blocher und seinen Anhängern gibt. Es ist gut, dass einer der ‚uebermarched hat’ abgewählt wurde. Es ist gut, dass eine Frau gewählt wurde und es ist gut, dass sie eine Bündnerin ist. Wenn nun die SVP Verdauungsschwierigkeiten hat und Herr Blocher keinen Stil eines Staatsmannes, ist das zwar bedauerlich, doch ein SVP ‚eigenes Problem’, mit dem die Partei ‚intern fertig werden muss’.
Was wäre, wenn wir der Vision von Jimmy Hendrix folgen würden: ‘When the power of love overcomes the love of power, the world will know peace (Jimmy Hendrix).’ Die Übersetzung nach Speidel: ‚Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet, wird die Welt Frieden kennenlernen’.“
Als Kind war ich ein Jimmy-Hendrix-Fan; es ist klar, dass Dieter S. Speidel mit seinem Kommentar online in Bali mein Herz erobert.
„Den Frieden haben“ (salamwallaikum) ist doch was wir wollen, spricht mir doch auch als Schweizer Muslim in Indonesien aus dem Herzen.
06.04.2008 16:34; vor ca. 40 Minuten hat es bei mir in Bali richtig grauenhaft „gesträtzt“ – kein schöner Empfang, für Corina+Made, welche heute von Zürich kommen (?) – doch das Wetter des letzten halben Jahres in Bali…!
07.04.2008; 11:14 AM; wie ich eben von Corina erfahren habe, sind sie gestern um 10:00 PM in BALI angekommen – in der Nacht; sie haben also das Unwetter von gestern nicht erlebt.
Montag, 7. April 2008; Corina war für ein „Schwätz“ in der Villa Christoph in Umasari – nun (nach Mittag) unterwegs nach Amlapura im Osten von Bali, von wo ihr Mann Made kommt:
Alhamdulillah, hat meine Frau in dieser Nacht in der Villa Christoph in Umasari übernachtet – konnte Ida eine Million Rupiah übergeben, damit sie heute Abend mit diesem Geld – wenn in Benoa die „Verry“ weg ist mit dem Sohn der älteren Schwester Mbak Ren (per Motorrad) nach Banyuwangi reisen kann; wird zwar wahrscheinlich der Regen kommen.
• Doch die bedürftige Mutter von Ida + Sohn Mufit benötigt mein Geld…!
08.04.2008; Ida fährt erst heute Abend nach Banyuwangi, weil heute eine Fähre kommt – habe Angst, dass irgend ein „Westler“ ihr eine Million Rupiah klaut – oder besoffene „christliche“ Jugendliche aus Kupang…?
12:44 PM; lese in Bali die gestrige NZZ und diesen Kommentar:
„Werner Schrag (7. April 2008, 23:18) mit dem Titel ‚Stimmenfang’;
‚Frau Clinton scheint im Moment jedes Mittel recht, Stimmen zu gewinnen. Bestimmt, gefühlsmässig werden ihr viele Amerikaner beipflichten. Andererseits sind solche Boykotte nicht geeignet, Zusammenarbeit und Verständigung zu fördern. Nur mit guten zwischenstaatlichen Beziehungen können schlussendlich auch heikle Themen wie Menschenrechte effizient diskutiert werden. China wird sich durch einen Boykott nicht beeindrucken lassen und verhärtete Fronten werden das Problem nicht lösen. Dies sollte eine Präsidentschaftskandidatin wissen, aber für mehr Stimmen ist alles recht. Hat sich bei Menschenrechtsverletzungen durch die USA Frau Clinton auch eingesetzt?’ ”
• Wollte heute (08.04.2008) bei der NZZ online auch ein Kommentar abgeben.
Alhamdulillah, bin ich mit meiner schweren Körperbehinderung Auslandschweizer und nicht Amerikaner. Falls Frau Clinton „offizielle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten“ ist, müsste ich am 4. November 2008 die Republikaner wählen……!
Weiss ja, dass diese „Christin“ vor allem eine Zionistin ist, als amerikanische Präsidentin pickelhart (d.h. mit militärischer Hilfe der USA) Israel verteidigen wird.
10. April 2008; eben bin ich zurück vom Warung von Ida in Benoa, habe dort Vögel herumfliegen gesehen, die mir seltsam bekannt vorkommen, „burung gereja“, die auf indonesisch so heissen, weil man diese Vögel besonders bei Kirchen findet.
Nun ist der Warung von Ida keine Kirche – auch keine Moschee, auch wenn seit neuem im Warung ein Bild von der Kaaba in Mekka (eine Handarbeit) aufgehängt ist. Habe meine indonesische Assistentin Ulik nach den „burung gereja“ gefragt:
„Die Vögeli sind, bei eu, glaub’ich – ‚Spätzli’…!“
Diese Frage wär somit beantwortet; es bleiben meine Fragen an Lisa. Beim Warung hat es draussen als Schutz vor der Sonne ein „gubuk“, ein kleiner „pondok“ (ein kleines Schilfrohrdach) – habe die zertrümmerten Tischchen beim „gubuk“ gesehen, zerstört von besoffenen „christlichen“ Jugendlichen aus Kupang:
Die nach Ida „arak“ (ein starker 58%-iger Reisschnaps) getrunken haben…
Kann Ida nun verstehen, warum sie (wie es meinem Wunsch entsprochen hätte) mein „patung“ (Steinfigur) nicht beim „gubuk“ in die Erde zementieren wollte – sondern im Warung, den man gegen besoffene „christliche“ Jugendliche aus Kupang schliessen kann! Beim „gubuk“ habe ich Lisa (die zur Zeit an Ida hilft) gefragt, von woher sie kommt, und wann sie von Benoa wegreist:
1. von Waingapu – Osten von Sumba (dort war ich ja auch schon, also eine zum Christentum konvertierte Marapu, nahe von Kupang)
2. am nächsten Dienstag.
Freitag, 11. April 2008; womit wir beim wichtigsten Wochentag der Muslime sind. Die „Zionisten“ mögen am 04.11.2008 vielleicht in der „Welt“ gewinnen (Hillary Clinton wird US-President), doch wenn ich an die gestrige Begegnung mit Lisa denke; der Vorteil der Marapu-Religion wäre:
1. dass sie keine Auslegung des „jüdischen Monotheismus“ ist,
2. nicht wie Hindu oder Buddhismus von der „alten Welt“ kommt,
3. darum eine wirklich „moderne Religion“ ist….!
Vom grossen Wayan habe ich heute morgen vernommen, dass ich dieser Nacht den BIPAP Synchrony neun Stunden und neun Minuten benützt hätte – die Einheimischen husten und schnupfen und spucken, dass es für mich Muskeldystrophiker ein „Graus“ ist (habe ja Angst, dass ich wieder Lungentzündung bekomme!) – vielleicht habe ich mich (alhamdulillah) bisher nicht angesteckt, weil ich BIPAP Synchrony benütze…..?
12.04.2008; gestern hat mir Ida am Telefon gesagt, dass ihr Warung in Benoa nun „bagus“ (vortrefflich) sei, weil sie ein neuer Verkaufstisch gekauft hätte – wollte den sehen; weshalb ich heute mit meinem Auto und Pak Oman als Driver in Benoa war. Der Warung hat nun ein neuer Name:
„WARUNG POJOK“, Terminal Benoa; was bedeutet, letzter Warung vor dem Hafen Benoa-Denpasar, mit der Qualitsangabe „Muslim“; also halal.
Wie für Juden koscher.
Ida möchte auch den „patung“ („ibu Ketut“, welchen ich am Warung geschenkt habe) verschieben, eine Steinfigur, um an dieser Stelle ein Verkaufstand für „es crem“ (Glacé) zu eröffnen – ok., bin nicht beleidigt…!
15.04.2008; bin mit meinem Elektrorollstuhl beim Abendessen im Garten in von Wasser aufgeweichte Erde hineingefahren; obwohl es gestern und heute nicht geregnet hat…! – sei selber Schuld, an jenem Moment, an dem der grosse Wayan beim „kolam“ (Teich) hätte Wasser wechseln wollen, hätte ich gerufen; dann habe er vergessen, den Hahn für das neue Wasser abzustellen. – Dafür habe ich heute im „kolam“ Fische gesehen. Informiere mich im Internet:
Was bringt die europäische Politik Ärgerliches…? – Wie zu erwarten, ist in Italien Silvio Berlusconi neu-alter Regierungschef…………!
17.04.2008; die Trockenzeit kommt in Bali. Weshalb ich gestern ohne Folgen für heute 2x auf den „spon“ von meinem Elektrorollstuhl ‚scheissen’ (hatte den Durchfall) konnte, der ist dann mit viel Wasser gewaschen und in der Sonne ‚getrocknet’ worden ist – während der Regenzeit wäre es nicht möglich, dass heute die Polsterung trocken ist…!
Vor zwei Tagen habe diese Briefzeilen geschrieben:
„Lieber Pedro, am Samstag, 8. März 2008, hat Rodiah, die jüngere Schwester von meiner Frau Ida, in Jember (leider! Oder zum Glück? ohne Helm) mit dem Motorrad einen Unfall gehabt. Am Sonntag, 9. März, ist Rodiah am Morgen im Koma im Spital verstorben. Meine Frau Ida möchte im Gedenken an Rodiah und anderen von unseren Familien (auch von mir in der Schweiz), die verstorben sind, ein SELAMATAN nach ‚magrib’ in ihrem Warung offerieren. – 40 Tage später sollte eigenlich am 18. April 08 ein Gedenkessen mit Gebet stattfinden? Geht an einem Freitag nicht, weil dieser Wochentag nur für Allah und nicht an Verstorbene reserviert ist…
• Lieber Freund Pedro, bist zwar wie ich ein ‚Attheist’ – allenfalls bekennst du dich dich zum ‚jüdischen Glauben’ – der aber sehr viel komplizierter ist wie Islam!“
„Bali Access Travel“ kommt somit heute Abend mit dem Auto mit Hebebühne; um mich mit meinem TRUE TRACK + Laptop nach Benoa zu bringen…………
17.04.2008 15:19; bin nun in Benoa, von dem der 1908 in Basel geborene Kunstmaler Theo Meier (älter wie mein verstorbener Vater) in meinem Silva-Buch geschrieben hat:
„Der einzige gute Hafen des Landes ist Benoa. Er liegt zehn Kilometer südlich von Denpasar, und nicht weit davon entfernt befindet sich der Flugplatz.“
Fast möchte ich sagen (leider, wenn ich an meine zukünftige Nacht in Benoa denke), denn die Flugzeuge lärmen eindeutig mehr wie der Hafen. Ja, die „Tourismusindustrie der Westler“ war für das Paradies von Theo Meier eine ökologische Katastrophe…
Freitag, 18. April 2008; heute wären eigentlich 40 Tage, der Gedenktag an den Tod von Rodiah – hätte sie ein Helm statt Jilbab (orientalischer Schleier) getragen, hätte sie vielleicht als Behinderte überlebt – kein einfaches Schicksal in Indonesien, wo es keine IV gibt…
Gestern war also das SELAMATAN – „kerabat sekitar sini“ – Moslime von Benoa sind gekommen; leider nicht Muslimfreunde, welche ich auch eingeladen habe (wenn der „Attheist“ oder Jude Pedro gekommen wäre, hätte mich das sehr erstaunt) – doch bei den Muslimfreunden? :
• „sibuk“ (beschäftigt) – wenn diese widerliche Tatsache des Sterbens eintrifft, sind sie dann auch „sibuk“? – 18.04.2008 10:52 AM; an der zweiten Strasse im Blok B in Umasari hat es offensichtlich geregnet (Überschwemungen); eben bin ich mit „Bali Access Travel“ zurück aus Benoa.
Samstag, 19. April 2008; habe gestern gesagt, „dass scheisst mich an“, weil ich schon wieder auf das Polster von meinem Elektrorollstuhl ‚geschissen’ habe. Als medizinischer Laie meine ich, dass ich „amuba“ (ind.) habe, auf deutsch ein Mikroorganismus mit einer einzigen Zelle, in meinem Darm, der ständig die Form verändert und eben Durchfall erzeugt. Falls ich mit meiner Diagnose recht habe und an die Konsequenzen in der „Regenzeit denke, wäre mein SUSPECT = Verdacht eine Katastophe………..!!!
Sonntag, 20. April 2008; in Indonesien (aber auch in Bali) wird an der ökologischen Katastrophe gearbeitet. In Umasari höre ich die Bauarbeiter – Blok C soll trotz Überschwemmungen verbaut werden.
Von Bali zu Indonesien: Im Jahre 2005 konnte man man bei der Internet-Enzyklopädie wikipedia.de lesen, dass der Grossraum Jakarta 17 Millionen Einwohner zähle; 2008 18,6 Millionen Einwohner.
• Im September 2006 bin ich mit meiner „aufziehenden Lungenentzündung“ in dieser vergifteten Luft von Jakarta fast erstickt…..!
20.04.2008 18:40; Sonntagabend, wir spüren den „Vollmond“, hatte heute auch Mühe mit Microsoft…
Mittwoch, 23. April 2008; im Internet kann man unter www.wikipedia.de auf Deutsch eine segensreiche Einrichtung finden (welche gratis ist); zum Glück hat meine indonesische Assistentin Ulik weniger Mühe mit Mikrosoft – ab heute also ist diese sympathische Website (welche für mich, der sein Tagebuch auf deutsch schreibt, im Web „mein“ Lexikon ist) die Startseite von meinen Expeditionen im Internet…!
Freitag, 25. April 2008; dieses Lexikon gibt es unter dem Link http://id.wikipedia.org/wiki/Halaman_Utama auch auf indonesisch.
Deutschsprachige können das Bahasa Indonésia dieser Website (das sie eh’ nicht verstehen) in deutsch verwandeln, indem sie bei den Sprachen auf „deutsch“ klicken – Spitze:
25.04.2008 14:28; bin nun im Hafen von Benoa, beim Link id.wikipedia.org/wiki/Halaman_Utama gibt es tatsächlich das Stichwort „Pelabuhan Benoa“; doch Besucher dieser Internet-Enzyklopädie wikipedia müssen selber dazu Informationen ins Net setzen…!
Eben habe ich es crem von WALL’S im Warung von Ida gegessen, dazu Indocafé getrunken – ein wenig bin ich traurig, weil Corina+Made heute (vor ihrer Abreise in die Schweiz) diesen warung bagus in Benoa nicht gesehen haben – auch Töchterchen Luana hätte sicher diese Glacé genossen.
Hier in Benoa habe ich nun diese Email von Freund Hans Witschi, Kunstmaler in New York abgerufen:
„Wir leben in einer hochinteressanten Zeit: Bei ‚Wal-Mart’ wurde soeben der Reis rationiert. Die Leute haben Angst vor einer Hungersnot in Amerika und machen schon Hammsterkaeufe.“
Hans mailt mit amerikanischen Zeilen, wie in Indonesia. Auch in Indonesien (wo es schon immer, seit ich in diesem Land lebe, Hunger gegeben hat) ist wegen den hohen internationalen Lebensmittelpreisen die Situation prekär – das sehe ich auch hier im Warung von Ida. Welche bei Ida um gratis Essen betteln…!
26.04.2008 08:43; der kleine Wayan hat für diese Nacht hier in Benoa die Stromkabel gelegt, damit ich BIPAP Synchrony benützen und gut schlafen kann, habe BIPAP Synchrony 11 Stunden benützt (ein Rekord, davon habe ich ca. acht Stunden geschlafen)… (2:12 PM; eben habe ich mit Corina, vor ihrem Abflug, im Osten von Bali, in Amlapura telefoniert. Habe ihr wieder gesagt, dass ihr Mann Made, der eine Woche länger in Bali bleibt, vor seiner Abreise in die Schweiz den Warung von Ida besuchen soll – dass er damit Ida glücklich macht…!)
Sonntag, 27. April 2008; war heute in der „Retrospektive Theo Meier“ (am letzten Tag dieser Ausstellung) im „Museum Pacific Asia“ in NUSA DUA – BALI.
Am Schweizer Honorarkonsul in Bali (Jon Zürcher) sei gedankt, dass er mich auf diese sehenswerte Ausstellung aufmerksam gemacht hat.
• Theo Meier (geboren bei Basel) ist am 19. Juni 1982 in Bern verstorben. In diesem Jahr wäre er am 31. März hundert Jahre alt geworden. Übrigens ist das Museum PASIFIKA ein „modernes“ Museum – hätte die Ausstellung also auch mit meinem TRUE TRACK aus der Schweiz besuchen können. Der Eintritt kostet vier Euro in einheimischer Währung…
Habe die Malereien von Theo Meier von balinesischen Frauen gesehen (‚en Bruscht-Fetischist’, hätte nie als Behinderter beim IWB in Zürich leben können). In meinem Silva-Buch schreibt er:
„Zwei Wochen wollte ich auf Bali verweilen. Zwanzig Jahre sind daraus geworden!“ – Wir wissen warum…! Aus meinem Silva-Buch „Bali – Insel der Götter, Geister und Dämonen“ schliesse ich, dass er ab 1934 hier gelebt hat.
29.04.2008; gestern wollte ich www.wikipedia.de mit meinem Wissen zu Nusa Penida bereichern. Hat vermutlich nicht geklappt, weshalb ich es nun in meinem Tagebuch publiziere:
„Nusa Penida ist eine Insel im Süden von Bali. Bis vor Kurzem war es nicht ungefährlich, um auf Nusa Penida zu kommen, denn diese Insel war nur mit Fischerbooten erreichbar. Das Meer um Nusa Penida wegen starken Winden gefährlich.
Früher wurden auf Nusa Penida die Aussätzigen und sonstigen politischen Elemente, die in der balinesischen Gesellschaft unerwünscht waren, ausgesetzt.
Doch seit 2007 gibt es in Padang Bai eine Fähre, welche Sampalan, den Hauptort von Nusa Penida ansteuert, weshalb mit einem Auto auch Behinderte nach Nusa Penida kommen können.
Nusa Penida ist durch die ‚Strasse von Badung’ von Bali getrennt; gehört aber kulturell, geografisch und politisch als Teil der Semarapura Klungkung zu Bali.
Nusa Penida ist östlich des wichtigen balinesischen Tempels Ulu Watu und diesem Zentums der balinesischen Tourismusindustrie, Nusa Dua. Auf Nusa Penida gibt es als wichtiger hinduististischer Tempel nur Penataran Ped.
Weil diese Insel vom Boom der balinesischen Tourismusindustrie ausgeschlossen war, kann man heute auf Nusa Penida billige Hotels und eine, im Vergleich zu Bali, arme Bevölkerung finden. 2008 hatte Nusa Penida 41′000 Einwohner.“
Mittwoch, 30. April 2008; eben habe ich mit Hilfe von Ulik für die Volksabstimmung vom 1. Juni 2008 als „sozialdemokratisch denkender“ Auslandschweizer „NEIN“ gesagt. Doch ich hoffe, dass mir Ulik eines Tages helfen kann, damit ich per Internet stimmen kann, bei Zahlungen ist ja das auch möglich…!
01.05.2008; eben (8:50 AM) habe ich auf meinem Bali-Kalender gesehen, dass heute für Sozialisten nicht nur der „Tag der Arbeit“ ist, sondern für Christen auch der „Auffahrtstag“?
11:40; weiss nicht, ob ich heute, für mich „Tag der Arbeit“, in Ubud, diesen Eintrag auf meinen Weblog in der Schweiz schalten kann. Habe momentan Probleme in Ubud mit dem Internet-Kontakt. Versuche es beim „Monkey-Forest“ (Affenpark), und sonst morgen
Donnerstag, 1. Mai 2008; sage heute nur
Wassalamualaikum = händ dä Friede
Muhammad Adi Putra (Christoph Eggli)