NYEPI
Dienstag, 1. April 2008; am 7. März 08 nach westlicher Zeitrechnung hat hier in Bali das Jahr 1930 çaka begonnen! – wir haben hier in Bali 1930 – das ist kein „Aprilscherz“ – also noch bevor Adolf Hitler mit seiner „Wehrmacht“ Österreich zu einem unveräusserlichen Teil des „deutschen Reiches“ erklärt hat… (Siehe mein Tagebucheintrag vom 14. Mai 08: Doch das ist imperialistische Geschichtsschreibung im Dienste vom „zionistischen Amerika“!)
• Wir haben drei Jahre vor der demokratischen Machtergreifung Hitlers in Deutschland
• (eine Taktik, welche die SVP von Christoph Blocher später in der Schweiz 2002 wieder angewendet hat – „Volksverführer“ arbeiten immer mit der Diskriminierung von Minderheiten).
Schiebe nun mein Tagebuch zu diesem „heiligen Jahr“ ein:
NYEPI
Montag, 3. März 2008; diese letzte Woche des Jahres 1929 çaka hat für mich „Balinese“ ja gut begonnen, weil ich am Sonntag, Maret 2, ein neuer Text auf meinem Weblog in der Schweiz installieren konnte.
Nach einer sehr anstrengenden Fahrt (wegen schlechten Strassen) mit „Bali Access Travel“ bin ich mit meinem TRUE TRACK Elektrorollstuhl via Kintamani zum PADMA HOTEL in Lovina, im Bezirk Buleleng in Nordbali gefahren; „mit meinen 241kg.“ habe ich in KINTAMANI den Batur-See gesehen.
Für weite Strecken ist ein „normaler Kijang“ geeigneter wie Bali Access Travel, weil man mehr sieht von der wundervollen Gegend von Bali.
(Leider nicht im gleichen Restaurant wie vor 4 ½ Jahren mit „Schwesterherz“ Ursula + Crew aus Bern. Doch mit meinem TRUE TRACK Elektrorollstuhl war das heutige Restaurant geeigneter!)
Während ich auf der Terrasse von meinem Hotelzimmer mit zwei Betten, davon eines ein breites Ehebett (Rp 150.000,-, kira-kira Fr. 21.- pro Nacht) auf meinem Laptop tippe – höre ich die Brandung des „laut selatan Kalimantan“, nach meinem Boy Wayan Gede des Meeres der Strasse von Kalimantan. Von diesem Hotelzimmer aus sollte man morgen früh im Meer die Delphine sehen…
Eigentlich bin ich hier in Lovina, weil mein Haus in Umasari frisch gestrichen wird. Hoffe, dass der Hausbesitzer (Sunardy Wirakusuma von Makassar, Sulawesi) damit zufrieden ist.
04.03.2008; warte, 8:57 AM, beim Restaurant auf das Frühstück, vor meinem Laptop „schnarcht“ das Meer, mit „Abfall“, im Hintergrund können wir wohl Borneo mit seinen „Menschenfressern“ erahnen? Nun will ich ein Nasi Goreng, verdeckt mit einem farbigen „Deckeli“, essen, bevor ich mit Pak Kadek und seinem „Bali Access Travel“ wieder in den Süden von Bali reise.
„wolkenverhangen“
11:59 AM; PAK KADEK hat nun meine 241 kg in die Berge von Bali geschleppt – über eine „Schweizer Bergpass-Strasse“, welche im Gegensatz zur Strasse beim Dorf von ibu Kadek (Frau von Wayan Gede) gut ausgebaut ist. Bald nach der Klimax dieser Bergstrecke kommt das Hotel ENJUNG BEJI, mit einem sehr schönen Garten beim Beratan-See. Ein Hotel, in welchem ich im Dezember 2001 mit „Schwesterherz“ Ursula + Crew aus Bern übernachtet habe.
Bei unserem Hotel in Bedugul bei der Insel im Danau Beratan (nach Wayan Gede der zweitgrösste See von Bali) eine Party, äh „upacara Melasti“ wegen dem kommenden Nyepi. Pak Kadek benützt für seine „Bali Access Travel“ Solar (Diesel), es ist wieder empfindlich kühl in Bedugul. Dieser Abschnitt könnte den Titel haben „wolkenverhangen“.
16:56 PM; mit einem absolut schrecklichen „macet“ (Stau, der zeitweise lähmend war) sind wir zurück…!
Mittwoch, 5. März 2008; heute kommt meine Asisstentin Ulik, sie hat inzwischen mit dem neuen Chef der Imigrasi Ngurah Rai geredet. Der Kontakt war konstruktiv.
Ich hoffe ja wirklich, mit ihrer indonesischen Redlichkeit (welche ja eigentlich schweizerische ist), dass sie es schafft, damit ich dieses KITAS 2008 bekomme – ein Wunder, welches 2004 mein früherer Freund Peter Studer, Unternehmer in Bali, mit seinem Versprechen auf „Schmiergeld“ nicht geschafft hat (da ich ein „schwieriger Invalider“ sei, hat er am Schluss bei der Immigration nicht mit Geld in mich investieren wollen).
Auch der Schweizer Konsul (Honorarkonsul) in Bali mit seinen „Bali-Connection“, hatte es seinerzeit nicht geschafft, für mich eine Aufenthaltsbewilligung zu organisieren – wie er mir versprochen hat…!
Wegen meiner Adresse in Umasari und nicht in Batubelig muss diese Änderung zuerst in „Jakarta“ informiert werden, damit ich weiterhin das KITAS aus „humanitären Gründen“ bekomme (doch eigentlich bin ich mehr wie 55 Jahre alt), also wäre es inzwischen ein normales Pensionierten-Visa und nicht mehr „humanitär“.
In Bali regnet es wieder einmal, Frau Franziska Fitze (Chefkonsulin in Indonesien) hat wegen meinem „frechen“ Schreiben in meinem Tagebuch von 2. März 08 geschrieben, habe sie ja per Email darauf angesprochen:
• „Von Frau Consul Franziska Fitze wissen wir ja, dass „Staatsbeamte“ nicht besonders viel arbeiten“
worauf sie mir geantwortet hat: „Betr. untenstehendem Tagebuch-Eintrag: Kann mich nicht erinnern, gesagt zu haben, dass Staatsbeamte nicht besonders viel arbeiten. (Im Gegenteil, auf dieser Botschaft z.B. werden fast durch das gesamte Personal Ueberstunden geleistet.)“
• Mit Staatspersonal habe ich selbstverständlich bei meinem Eintrag konkret Frau Fitze und die Immigration in Bali gemeint.
Ulik ist eine indonesische Angestellte, also kein „Schweizer Staatspersonal mit hohem Lohn“, sie sagt, wenn sie hier den Schweizer Lohn bekäme, würde sie gratis für mich arbeiten…! ?
06.03.2008; am Vortag von NYEPI treiben finstere Kräfte (sogenannte „ogoh-ogoh“ – Pappmaché-Schlangen und –Masken, auf den Strassen ihr Unwesen), welche das negative Jahr 1929 symbolisieren, dann z.B. beim Strand von Petitenget verbrannt werden. Wohl wegen dem „macet“ (Stau) vor zwei Tagen wollte mich heute Pak Kadek von Bali Access Travel schon am Vormittag nach Benoa bringen.
2:21 PM; in Benoa sind die Flüge der landenden Jets vom internationalen Flughafen Ngurah Rai sehr tief und wegen dem Lärm bedrohlich – ist gut, wenn diese wegen NYEPI nicht mehr landen dürfen…!
07.03.2008; in der vergangenen Nacht hat also das neue 1930 çaka begonnen. Heute sollten wir nichts tun – 1:07 PM; habe heute Vormittag aber an mein „Schwesterherz“ in Bern gemailt:
„Liebe Ursula, heute (7.3.) ist in Bali ‚nyepi’, der Beginn des Jahres 1930 çaka, die schlechten Geister des Jahres 1929 çaka sollen nicht überleben, weshalb wir heute nicht nicht nach Draussen sollen…
Habe darum mein Satellitentelefon TELKOMFLEXI zu Ida in Benoi mitgenommen. Falls du im Internet Bilder aus Bali betrachten willst: www.baliaccesstravel.com/ Christoph’s Album…
Habe wirklich kein Heimweh nach der Schweiz. Hast du mein Tagebuch auf www.christoph-in-bali.ch vom 2.3.2008 gelesen? Könnte momentan nicht in die Schweiz; weil die Fremdenpolizei von Bali (vielleicht?) mein ‚Schweizer Pass’ in irgendeinem Ordner verloren hat.
Heute ist Freitag, in Bali Pasah. Dann freue mich, wegem ‚Päckli’ morgen Samstag mit Bali Access Travel zurückzureisen, um mir in Umasari die DVD “Behinderte Liebe” anzuschauen?
Wann ich in die Schweiz bin, weiss nur Allah…..“
3:31 PM; der grosse Wayan sagt immer, dass der kleine Wayan von selber ein „pendeta“ (Hollyman=ein heiliger Mann) wird, weil er von einer solchen Familie käme.
• Heute NYEPI gesteht mir der kleine Wayan, dass er kein „pendeta“ werden wolle, doch als Behinderter hätte ich das Erfahrungswissen, um in der Moschee ein „ustad“ zu sein! – muss lächeln… vielleicht hat er recht – doch der Chefredaktor der Swiss Revue denkt leider nicht so fortschrittlich wie der kleine Wayan:
Samstag, 8. März 2008; nach NYEPI soll man darum bemüht sein, dass keine „Schweizer Dämonen“ aufkommen:
„Sehr geehrte Damen und Herren von der Schweizer Botschaft in Jakarta
Bitte Sie, mich auch in Zukunft nicht mehr mit der Swiss Revue zu belästigen. Habe zwei Mal für dieses ‚Organ von Auslandschweizer’ ein Beitrag geschrieben. Bin sehr stark körperbehindert. Also mit grosser Anstrengung. Habe gesehen, dass sich die Redaktion nicht für meine Zusendung interessiert und ich habe kein Interesse mehr an diesem widerlichen Publikat. – Hoffe, dass Sie meinen Wunsch respektieren.“
10:47 AM; Mr. David Dickenson von England ist mit seiner „Bali Access Travel“ ein Unternehmer in Bali, nicht ein „Unterlasser“ wie Heinz Eckert mit seiner Swiss Revue (für Auslandschweizer), wo die „rechtspolitische Schweiz“ das Publikat bezahlt:
„Ihr Heft gratis. Leider widerspiegelt die Schweizer Revue ein Geist, der in der Schweiz in den 50er Jahren geherrscht hat, mit den Lügen, welche wir in der Schule gelernt haben, etwa „dass sich die Schweiz gegen Nazi-Deutschland gewehrt hat“. In Wahrheit ist es so, dass die Schweiz sehr gut mit Nazi-Deutschland kollaboriert hat, wie sie heute auch mit Amerika kollaboriert. Möchte Sie nicht beleidigen, doch für Ihr Heft würde ich keine indonesische Rupiah ausgeben.“
Die Schweiz (ist eine „Demokratie der Geldinteressen“) – falls sich auch andere Auslandschweizer nicht für dieses „braune“ Publikat interessieren? – könnte Herr Eckert mit mir reden…?
4:24 PM; Pak Kadek (der Driver) hat mir die Fotos der kürzlichen Reise nach Lovina, Kintamani und Bedugul (welche man auf www.baliaccesstravel.com im Internet sehen kann, als Ordner „Christoph“ unter MY DOCUMENTS auf meinem Laptop installiert – eine Freundlichkeit von Mr. David Dickenson von England, die einem Heinz Eckert (Schweiz) fehlt…!!
09.03.2008; noch gestern habe an Ulik am Telefon gesagt, dass sie diese Website besuchen soll – um per Email und auf englisch an Mr. David für diese Erneuerung zu gratulieren.
Sonntag, 9. März 2008; dieser Sonntag hat mit dem Tod der Schwester von Ida in Jember begonnen. Ein wenig bin ich deswegen besinnlich:
• Gestern ist diese Schwester auf dem Motorrad von hinten von einem anderen Motorrad angefahren worden – Crash… einige Stunden Koma im Spital!
• Im SPZ Nottwil hätte sie kompetente Hilfe gehabt – nicht in Indonesia – dort fragt die Emergency zuerst, hat sie Geld?
Wir Schweizer Behinderte haben Dr. Guido A. Zäch viel zu verdanken…
Habe nun das „Päckli“ von meinem ‚Schwesterherz’ Ursula in Bern geöffnet… Schweizer Schokolade und zwei Tüechli mit diesen Mitteilungen:
1. Das ist noch von Frieda Farner aus der Aussteuer,
2. Christoph, das hast du gestickt.
Damals war ich ein Jugendlicher – wie im Dokumtarfilm „Behinderte Liebe“ – Ursula hat mir eine DVD (der deutschen Fernsehaustrahlung geschickt); nachdem der frühere Freund Peter Studer den „Orginal-Video“ hier in Bali „verhühnert“ hatte…
• Ich meine absichtlich, weil er als Unternehmer mit Geld Mühe hat mit dem Thema „Behinderung+Sexualität“, weil er nicht alles Glück auf der Welt mit Geld kaufen kann!
10.03.2008 10:26 AM; die DVD, die mir Ursula nach Bali geschickt hatte, war von einer Video-Aufzeichnung im deutschen Fernsehen, welche am „verkleben“ war. Wegen der technischen „Qualität“ der DVD konnte ich gestern „Behinderte Liebe“ nicht zu Ende schauen – habe ich heute Montag nachgeholt – der kleine Wayan hat eben vom Warung von Ida in Benoa das Mittagessen gebracht…!
10.03.2008 12:08 PM; dieser Dokumentarfilm von Marlies Graf ist sehenswert – bin (wegen Ursula) nicht mehr zornig auf den egoistischen „Unternehmer“ Peter Studer in Bali.
4:56 PM; habe trotz Reinigung von meinem DVD-Abspielgeräts die DVD „Behinderte Liebe“ von Ursula nochmals betrachtet. Bin mit ihr im Film zwar nicht ganz einverstanden –
• Trotz einer solchen bewundernswerten „Drehbuchgruppe“, welche für Marlies Graf die Vorarbeit geleistet hat, ist die Schweiz für „unsereinem“ zu teuer – auch „Sexualhilfe“ kann sie nicht billig bieten…!
12. März 2008; meine Ida hatte gestern für ihre Schwester ein „Selamatan“ (Essen und religiöses Ritual zur Ehren von der Verstorbenen) in Benoa offeriert…? „Ihre“ Familie (Muslime aus Denpasar) ist zwar erst ein wenig spät, nach dem Maghrib (Gebetszeit um 18:30) und nach einer rituellen Waschung (wudhu) gekommen: ca. 25 Erwachsene und zwei herzige kleine Mädchen in Jilbab (im „orientalischen Schleier“):
Zuerst Gebet für die Verstorbenen unserer Familien, besonders natürlich für Rodiah (der Schwester von Ida), welche kürzlich am Sonntag (9.) verstorben ist, nachdem sie am Samstag im mörderischen Strassenverkehr von Indonesien ein Bein verloren hat.
Weitere Gedenke an: Bapak Yasin, Haji (Hatschi) Abdul Karim, Erwin + Frieda, Daniel Eggli (alle drei aus der Schweiz), Bpk Johari, nenek (Grossmutter) Amenah, kakek (Grossvater) Mbah Bahar.
Ida hat gestern wie ein „Tier“ für das kulinarische Wohl der Gäste gekrampft. Als diese während Längerem nicht gekommen sind, habe ich wieder einmal als „Atheist“ über alle „Religiösen“ losgeschumpfen; Alle sind scheinheilig, ob sie nun Christen, Hindus oder Moslems sind…!
Mittwoch, 12. März 2008; meine Assistentin Ulik hat mir heute wieder nicht die Ausweiskarte „Kitas“, meine Aufenthaltsbewilligung in Bali/Indonesia bringen können – doch dafür habe ich heute per Eilschreiben den Vertrag (bis Ende März 2009) von Pak Sunardy Wirakusuma aus Makassar/Sulawesi für mein Haus Blok B/22 in Umasari bekommen. Weil Ulik da war, kann er nun morgen „als diplomatische Korrespondenz“ zur Vergütung nach Jakarta:
Wahrscheinlich wird Sunardy wegen den Rp 25 juta (25 Millionen im Jahr) immer wieder SMS an Ulik schicken, um das Geld von der Schweiz „zu erstürmen“ – die Ärmste…?
13.03.2008; unter der Adresse „Blok B/22 in Umasari“ bin ich fang in Bali bekannt: bei der „post Indonesia“, aber auch bei „Bluebird Taxi“ – als mich vor zwei Tagen nach dem „Selamatan“ SUKADANA MD zurückbrachte von Benoa, hat er diese Adresse gekannt?!
Freitag, 14. März 2008; gestern habe ich diese SMS bekommen:
„Kitas ist jetzt fertig!!! Morgen kann ich es holen und dir dann bringen“ – Worauf ich mit meinem Staff auf indonesisch geantwortet habe: „Hati-hati, besok hari jumat, kantor tutup.“ (Fremdenpolizei Bali: Freitag geschlossen!)
2:48 PM; wenn ich tatsächlich mein „Kitas“ (Aufenthaltsbewilligung für Bali) und mein „Schweizer Pass“ hier in Umasari „im Schrank“ habe – will ich diese Information auf meinen Weblog schalten. Lese in der NZZ, wie wichtig am 14. März 1938 (Angliederung von Österreich durch Hitler an das „Deutsche Reich“) ein „Schweizer Pass“ war…!
Ulik sendet mir diese SMS:
„Kitas udah saya pegang tapi baru nanti sore saya bawa, soalnya masih ada urusan lain di Kuta.“
Sie schreibt im Jakarta-Slang, ist verhindert, hat offenbar in Kuta ein neues Business…?
5:02 PM; mein „Kitas 2008“ ist nun trotz furchtbaren Bali-Gewitter (ein Blitz, 500m entfernt von der „Villa Christoph“) mit „Schweizer Pass“ hier in Umasari „im Schrank“, ibu Ulik hat beides mit ihrem „sepeda motor“ (Velo-Motor) – mit Plastik geschützt gegen den Regen – gebracht. – Werde nun nach indonesischem Recht legal bis 16 januari 2009 in der „Villa Christoph“, Blok B/22 in Jl. Petitenget 11, Perumahan Umasari, Kerobokan-Kuta Bali wohnen können.
15.03.2008; lese heute Samstag auf meinem Laptop unter dem Titel NYEPI nochmals mein Tagebuch. Mein KITAS 2008 und mein SCHWEIZER PASS (im Schrank) ist zwar wichtig – doch eigentlich „zwischenstaatliche Scheisse“ (!) – persönlich zuwenig wichtig, um heute diese Information auf mein Weblog bei www.christoph-in-bali.ch zu schalten. Habe im März 08 schon ein Eintrag…!
Dienstag, 18. März 2008; sehe im „kantor“ (Büro) auf meinem Balikalender, dass ich auf den Tag in zwei Wochen, inshyaallah, diesen Text auf meinen Weblog in der Schweiz schalten werde.
19.03.2008; blauer Himmel in Bali, meine Schweizer Matratze von der IV, heute „legal“ und tatsächlich mein Besitz, wird darum im Garten ‚gesonnt’. Frühstück im Garten beim „kolam“, im Teich schwimmen bei diesem schönen Wetter die Fische unbeschwert. Beim Steinjungen, der in den „kolam“ pisst, hat es Moos – nach dem grossen Wayan hätte es beim Alfred-Escher-Brunnen auf dem Bahnhofsplatz in Zürich auch „lumut“ gehabt…!
14:48 PM; in Bali ist es heiss, nur 33° C. Wenn es in der Schweiz so warm wäre, würden die Leute auch klagen. Eben habe ich ein Email nach Zürich geschrieben:
„Liebe Olga Manfredi, zuerst möchte ich der ‘Behindertenkonferenz’ in Zürich für die sehr schöne Website gratulieren. Bei der Rubrik ‚Link-Anzeige’ bin ich wirklich auf die Mitteilung zu REISEN gestossen ‚Bali im Rollstuhl – ein Link von Christoph Eggli’, www.baliaccesstravel.com.
Herzlichen Dank! Bei dieser Rubrik bin ich auch auf den Link zum IWB (integriertes Wohnen für Behinderte) in Zürich gestossen. Mit der „STRATEGI 2016“, welche offenbar nur das ‚Invaliden-Heim’ für den Kanton Zürich kennt?
Wollte mich wegen dem IWB mit dem Elektrorollstuhl im Zürichsee ersäufen, weil ich angeblich Mitarbeiterinnen ‚sexuell belästigt’ hätte – alhamdullilah, bin ich nun kein Opfer dieser despotischen Ordnung…
Könnte überall leben, wo meine Bedürfnisse als Behinderter berücksichtigt sind – doch nicht mehr im Invalidenheim à la IWB. In der Schweiz kann ich nur noch Ferien machen.“
20.03.2008; heute ist „Maulud Nabi Muhammad“, der Geburtstag von Prophet Mohammed. Dieser Geburtstag verschiebt sich auf dem „westlichen“ Kalender immer ein wenig vorwärts, weil die Moslems ein anderer Kalender haben (ein Mondkalender mit 370 Tagen à 13 Monate im Muslimjahr), haben zudem anders wie die Balinesen 1930 çaka, sondern das Jahr 1429 H.
Als ich Anfangs von diesem Millenium der Westler in Indonesien Moslem geworden bin, war der Geburtstag von Mohammed noch im Monat Mai, am 22. April (auch ein Geburtstag des Propheten) haben Ida und ich nach islamischen Recht geheiratet. Inzwischen ist es März. Fahre heute mit „Bali Access Travel“ nach Benoa, weil Ida zu Ehren des Propheten ein Essen offeriert.
4:27 PM; bin im „terminal“ in Benoa, draussen vor dem Warung… Habe von Olga Manfredi (BKZ) aus Zürich eine Email-Antwort „abgerufen“, mit meinem Satellitentelefon – sehe im Himmel den Schmutz der landenden Flugzeuge von „Ngurah Rai“ (für mich umso absurder, die m.E. lebensfremde Religiösität der Indonesier, denn hier gibt es kein Umweltschutz, die Leute sind trotz vielem beten zu Allah krank) – offenbar kenne ich Olga Manfredi (von der BKZ) seit gegen 30 Jahren in Zusammenhang mit Rosa Hess (einer früheren Freundin) und der „WG Hausen am Albis“ – als sie noch nichtbehindert war.
Bin nachdenklich, auch wegen der kürzlich verstorbenen Rodiah (der Schwester von Ida) …!
21.03.2008, 8:31 AM: gestern war klassisches „mauludan“ (Essen im Gedenken an den Geburtstag des Propheten) – mit vielen Gebeten…
Doch nicht Mohammed, sondern Ellen hat heute Geburtstag
Freitag, 21. März 2008; heute ist in Benoa Vollmond. Nicht wie während der Hinrichtung von Jesus Christus „Sonnenfinsternis“, in der Schweiz (kira-kira 20′000 km entfernt) hat Ellen Küenzle in Zürich Geburtstag… mein Email an Nyepi, 7.3.:
„Zum Betreff dieser Email: IDA MÖCHTE ZUM GEBURTSTAG ELLEN BESCHENKEN, hat sie (im Jahr 2008) ein Tag nach Prophet Muhammad, am Karfreitag 21. März Geburtstag? Ihr Geburtstag verschiebt sich nicht wie beim Propheten mit dem Mondkalender, sie hätte heuer dennoch an Vollmond Geburtstag.“
Darauf hat der Partner von Ellen geantwortet: „Ja, Ellen hat am 21.3. Geburtstag. Ob der sich jetzt verschiebt oder nicht, hängt vom Betrachter ab. Ellen nimmt, glaube ich, niemandem übel, wenn er oder sie an ihren Geburtstag in einem anderen System gedenkt. Liebe Grüsse und alles Gute an alle, Pi“
• Peter informiert als „westlich“ gebildeter Intektueller aus Zürich ganz klar im Sonnenkalender. Für islamisch gebildete Intektuelle mit Mondkalender ist ebenfalls klar, dass der Prophet gestern im Jahr 1429 H Geburtstag hatte.
• Offenbar (heuer) im Sonnenkalender am 20.3.?
• Ein „Päckli“ von Ida für Ellen ist per Post unterwegs: Nach welcher Zeitrechnung trifft wohl das „Päckli“ in Zürich ein?
Samstag, 22. März 2008; gestern hat also mit Karfreitag das lange Osterwochenende mit den vielen arbeitsfreien Tagen in der Schweiz begonnen – auch wenn die meisten Schweizer gar keine „Christen“ mehr sind und zur Kirche gehen, geniessen sie das natürlich….!?
Weil frau als Schweizerin nicht arbeiten muss, ist deswegen Frau Franziska Fitze in Jakarta (oberster Consul der Schweizer in Indonesien) in die Ferien verreist – ehrlich meine ich:
• Wenn man als Schweizer/in nicht viel arbeiten, trotzdem gut verdienen will, muss man Schweizer Consul in irgendeinem Drittwelt-Land sein….!
Frau Fitze könnte sich bei meiner Frau ein Beispiel nehmen. In einem Brief habe ich meiner Schwester Ursula in Bern (am Dienstag, 13. November 2007) in Zusammenhang mit einer Vergrösserung des Warungs in Benoa geschrieben:
„Du weisst, Ida ist eine schwer beschäftigte ‚Geschäftsfrau’, wenn eine Fähre kommt, kann es passieren, dass sie Tag und Nacht in ihrem Warung in Benoa für das Gaumenwohl der Reisenden auf indonesischen Gewässern arbeitet.“
24.03.2008; Ostermontag. In der „Villa Christoph“ hangen zwei Fotos in weissen Silberrahmen, die ich von Schweizer Chef-Consulen hier in Indonesien bekommen habe. Diese Freundlichkeit sei in meinem Tagebuch im Internet verdankt – auf Bali Gewitter und Regen…!
5:06 PM; Ostern schliesst für mich heute mit leuchtend roten Bananenbaum-Blumen aus meinem Garten in Umasari, vermischt mit hellrosa „Kamboja“.
25.03.2008; eben habe ich online ein Petition für TIBET bei der chinesischen Regierung unterschrieben – nützt es nüt, so schadet es hoffentlich au nid….
(30.03.2008; habe zwar unter dem Titel „Muslime und Han Chinesen wurden von Tibetern ermordet“ eben diesen Online-Kommentar von Marc Zuyox in der NZZ gelesen:
„China hat in den letzten 50 Jahren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen überall in China massiv verbessert, auch im Tibet.
China ist das einzige Land der Welt, dass die absolute Armut von einem Dollar pro Tag in den letzten 30 Jahren von 1978 bei über 66% auf heute unter 14% reduziert hatte. Fast alle anderen Staaten haben mehr Arme in der gleichen Zeitspanne generiert, auch die Schweiz, welche heute laut Caritas über eine Million Arme zählt!“ – weiss nicht, was stimmt?)
Mittwoch, 26. März 2008; heute kommt ja meine indonesische Assistentin Ulik, habe in schweizerdeutsch gesprochen, „ein Hühnlein zu rupfen“… wie kommt sie dazu, nachdem ich schon (!) mein KITAS 2008 und mein SCHWEIZER PASS in Umasari im Schrank habe, der Fremdenpolizei von Bali im nachhinein 1 ½ Millionen Rupiah (ca. zweihundert Schweizerfranken) in meinem Namen „in den Arsch zu stopfen“? Bitte für mein Tagebuch um Erklärung:
„Christoph, ich habe dir gesagt, dass für alle Pensionierte in Bali, das KITAS teurer geworden ist. Ich wollte es trotzdem versuchen mit dem alten Tarif von 5 Millionen Rupiah. Finde das nicht gut, dass du mich nun kritisierst, weil das KITAS doch teurer ist, nämlich Rp 5’800’000.- plus Rp 500′000.- für die Mutation deiner neuen Adresse. Bin auch nicht einverstanden mit der Art der Immigration, die im Nachhinein erst den gesamten Betrag bekannt geben….aber da kann man nichts machen, man ist dieser Institution ausgeliefert. Sie haben den Antrag bearbeitet mit den 5 Millionen Rupiah als Anzahlung gedacht. Nächstes Mal kannst du ja jemand anders nehmen der dir dein KITAS besorgt!!! Musst ja nicht meinen, dass ich etwas daran verdiene, nur Ärger habe ich damit.“
1. April 2008; will heute diesen Text als erfeulicher „Aprilscherz“ (habe meine Ausweise) beim Weblog in der Schweiz aufschalten… inshyaallah!
Ab 2010 darf ich ein KITAP mit 5 Jahre Aufenthalt beantragen. Wenn das Gesetz bis dann noch gültig ist, damit ich nicht mehr Ärger mit meinem KITAS habe. Falls ich das dann nicht beantragen kann, wäre das heute ein „Aprilscherz“.
Heute bin ich aus „nostalgischen“ Gründen mit meinem TRUE TRACK Elektrorollstuhl in Sanur. Am 1. Oktober 2000 habe ich in meinem Internet-Tagebuch geschrieben:
• „’Asia Pacific Conference on Tourism for people with disability’, der Forderung nach einer menschenfreundlichen Tourismusindustrie für alle, welche vom 24. bis 28. September im ‚Grand Bali Beach’ in Sanur/Bali stattgefunden hat.“
• Der Schweizer Honorarkonsul in Bali (Jon Zürcher) hat zwar anlässlich dieser Konferenz als frustrierter „Offizieller“ und „Schweizer“ wieder gross angegeben – doch leider ist er ein Plagiat: nur ich konnte als Schweizer Behinderter an der Konferenz glaubwürdig die „Sache behinderter Menschen“ vertreten…!
Vor 7 ½ Jahren (3 Monate in Bali) habe ich z.B. von Gehörlosen (die während der Konferenz in Sanur mit Hilfe von „Dolmetschern der Gebärdesprache“ auf english oder Bahasa Indonésia heftig mitdiskutierten) sinnlich erfahren, dass es auch in Indonesia das internationale „Independent Living Movement“ (Bürgerrechtsbewegung von Menschen mit Behinderungen) gibt – leider habe ich kein Kontakt mehr…
01.04.2008 10:03; hoffentlich habe ich nun in den Batterien von meinem Laptop und von meinem Satellitentelefon genug Energie, um hier in Sanur auf meinem Weblog in der Schweiz diesen Text zu „NYEPI“ zu schalten. Falls es regnet, kann ich das vergessen……!
Hinter mir habe ich diese Erinnerung an diese Konferenz. (Alles sieht so anders aus!) Vor mir im Regen ein dunkelgrauer Indischer Ozean. Will diesen Text nun in die Schweiz schicken…
Hoffe, dass ich nun als Schweizer Muslim (im Rollstuhl) in Indonesia (kein „Aprilscherz“) mit meinem Weblog grüssen kann
Wassalamualaikum = händ dä Friede
Muhammad Adi Putra (Christoph Eggli)